5 goldende Regeln für barrierefreies Recruiting

Auf Basis der Inputs internationaler ExpertInnen und Beiträgen der Mitglieder des myAbility Wirtschaftsforums haben wir "5 goldene Regeln für barrierefreies Recruiting" abgeleitet. Diese wurden während des Expert Round Tables zum Schwerpunkt „Recruiting und Leadership“ gesammelt.

myAbility Flyer über DisAbility Recruiting

5 goldene Regeln für barrierefreies Recruiting

Die Regeln dienen als Anregung und können bei jedem Recruiting-Verfahren angewandt werden, ganz unabhängig davon, ob eine Behinderung einer Bewerberin oder eines Bewerbers bekannt ist oder nicht. Denn: In den allermeisten Fällen ist eine Behinderung nicht sichtbar. Daher kann man gar nicht wissen, ob ein/e BewerberIn eine Behinderung hat, wenn diese nicht kommuniziert wird.

1. Fokus auf den Menschen und nicht auf die Behinderung!

Unter Menschen mit Behinderung gibt es dieselbe Bandbreite an hervorragend geeigneten bis gar nicht geeigneten KandidatInnen für eine bestimmte Position – genauso wie unter Menschen ohne Behinderung auch. Schauen Sie daher auf die Fähigkeiten und Potenziale des Bewerbers, nicht auf seine Behinderung!

2. Stärken der BewerberInnen zum Einsatz kommen lassen!

Eine Behinderung bedeutet nicht, dass deshalb die Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Sie kann aber bedeuten, dass ein Arbeitsplatz oder Arbeitsbedingungen individuell angepasst werden müssen, um optimales Arbeiten zu ermöglichen. Dies wird finanziell gefördert und kommt allen zugute.

3. Dranbleiben - Behinderung wird zur Selbstverständlichkeit!

Der selbstverständliche Umgang mit dem Thema Behinderung (DisAbility Confidence) entsteht nicht auf Knopfdruck. Möglicherweise bewerben sich vorerst nur wenige Menschen, die ihre Behinderung auch offen deklarieren. Unter Umständen fühlen Sie sich in manchen Situationen unsicher. Ein offener und unbefangener Umgang mit dem Thema und das Dranbleiben sind sehr wichtig und so entwickelt man immer mehr DisAbility Confidence!

4. Feedback und Absagen auf Bewerbungen

Der Bewerber bzw. die Bewerberin ist nicht qualifiziert? Er oder sie konnte nicht überzeugen? Das ist ok! Aber es ist wichtig darauf zu achten, dass der Grund für eine Absage nicht in der Behinderung liegt!

5. Kommunikation im Team

Die Entscheidung, ob bzw. wie und wann der oder die neue MitarbeiterIn die eigene Behinderung kommunzieren möchte, sollte man in jedem Fall der betreffenden Person überlassen! Man kann seine Unterstützung anbieten, aber man sollte drängen Sie aber nicht dazu – Behinderung ist höchstpersönlich!

Expert Round Table des DisAbility Wirtschaftsforums

Der Veranstaltungssaal des UN Conference Centers war gut gefüllt: 30 TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen Branchen tauschten sich über ihre Praxiserfahrungen, Leadership und Recruiting-Strategien aus. Die Inputs der nationalen und internationalen ExpertInnen - Pat Romzek (Vice President of Worldwide Sales Cloud Strategy and Operations, Cisco USA), Julian Hadschieff (Vorstandsvorsitzender PremiQaMed), Lydia Hess (Recruitment Professional, IBM Österreich) und Michael Weber (myAbility Talent) - boten die Basis zur Erstellung von fünf goldenen Regeln für einen barrierefreien Auswahl-Prozess.

Ein Nachbericht des Round Tables befindet sich hier.

Was ist der Expert Round Table des DisAbility Wirtschaftsforums?
Der Expert Round Table ist der professionelle B2B-Austausch, bei dem aktiv mitgestaltet werden kann. Hier erfährt man von (inter)nationalen ExpertInnen innovative Lösungsansätze für spezifische DisAbility-Themen und die Herausforderungen des DisAbility Managements.

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